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  • Marie Speck, geb. Reimers 1883
    Nindorf Kreis Süder Dithmarschen Holstein 20 1 1964 Flensburg Meldorf Missionarsfrau Verheiratet mit Siem Tiessen SPECK Lebensbeschreibung Marie und Siem Thiessen Speck von Bernhard Speck zum Familientreffen 2000 51 52 53 54 55 56 1964 Nachruf auf Marie Speck im

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  • 1956 Lebensbeschreibung von sein
    interniert Hinrich Speck und Familie zunächst auf ihrer Station in Jeypore Im Dezember kamen die Männer in das Kriegsgefangenenlager Ahmednagar die Frauen und Kinder zunächst nach Waltair Dort wurde das zweite Kind Reimer Hinrich geboren Da das Klima in der Ebene ungünstig war kamen die Frauen mit ihren Kindern 1915 nach Kodaikanal auf den Bergen Ostküste Indiens Ende März 1916 konnten sich die Familien auf der berüchtigten Golconda wieder zusammenfinden zur Heimreise nach Deutschland Die Männer kamen noch acht Wochen in ein Internierungslager in England Nach der Rückkehr aus der achtwöchigen Internierung in England wurde Hinrich Speck von der Breklumer Mission mit vier anderen Missionaren an die Bayrische Landeskirche ausgeliehen zur Vertretung für bayrische Pfarrer die zum Kriegsdienst einberufen waren Von September 1916 August 1920 war er als Pfarrverweser in Berneck im Fichtelgebirge tätig Es kam dort in harmonischer Zusammenarbeit mit Dekan Künzel zu einer segensreichen fröhlichen Erweckungszeit gerade unter jungen Menschen die noch lange Zeit nachwirkte Die Bernecker waren sehr anhänglich so dauerte die briefliche Verbindung bis zum Lebensende von Hinrich und Luise Speck Die jüngste Tochter von Dekan Künzel kam noch als Haustochter nach Breklum Im Sommerhalbjahr 1920 wirkte er noch in Krögelstein bis er nach dem Tode von Missionar Bothmann im September 1920 von Missionsinspektor Pastor Bracker in den Missions Heimat Reisedienst nach Breklum zurückberufen wurde In dieser Arbeit war er mit kurzer Unterbrechung 1924 in der Ev Luth Freikirche bis Herbst 1926 tätig Erwogen war eine Wiederausreise nach Indien Im November 1926 entschloss er sich aber zum Übertritt in die Ev Luth Freikirche Missouri Synode es folgten Vertretungen in Ostpreußen in Heide Holst Von 1930 bis zur Evakuierung im Herbst 1944 betreute er in Lyck eine Gemeinde hielt dort auch in Außenstellen Gottesdienste und Bibelstunden Die Evakuierungen ostpr Grenzkreise war eine Folge des Vorrückens der Russen Seit Herbst 1944 lebte er mit seiner Frau in Quarnstedt Von dort machte er Gottesdienstvertretungen in freikirchlichen Gemeinden außerdem hielt er im Einvernehmen mit Pastor Hinrichsen Kellinghusen Gottesdienste und Kindergottesdienste in der Schule in Quarnstedt Schleswig Holstein war mittlerweile überfüllt mit Flüchtlingen aus dem Osten die zum größten Teil über die Ostsee aber auch mit Trecks gekommen waren Am 03 06 1961 starb Hinrich Speck 84 Jahre alt in Osterstedt wo er die letzten Jahre mit seiner Frau in der Altenpension von Frl Timm gelebt hatte Sie folgte ihm am 27 04 1962 einen Tag nach dem Goldenen Hochzeitstag im Alter von 79 Jahren Marie Luise Arlt geb Speck e a Unsere Mutter Ruth Pieper geb Speck erzählte immer das H Speck am Tag vor Luises Geburtstag sie selbst starb 1 Tag nach der Goldenen Hochzeit s o gestorben ist mit einem Veilchensträußchen in der Hand c p Gefunden wurde er sitzend mit dem Kopf wie zum Nickerchen geneigt an einem Knick in Osterstedt nachdem er von seinem Spaziergang nicht zurückkam asm Tage vor Luises Geburtstag ja e a Mail mit Lebenslauf Hinrich Speck laut ev luth Freikirche mit bisher unbekannten Daten Ostpreussen Sent Monday March 23 2009 3 29

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  • Luise Speck, geb, Tieman
    den 21 9 1944 Mein lieber Reimer Vorhin schrieb ich Dir eine kurze Karte die Vater noch mitnehmen sollte nach Wrist nun soll der Brief folgen Vater u ich waren von Sonnabend bis Mittwoch gestern fort u fanden dann allerlei Post vor 2 Telegramme von Dorchen u Hannes dass am 20 9 ihre Hochzeit in Parwen sein sollte Sie haben vielleicht doch noch damit gerechnet dass wir kommen würden die Telegramme waren am 17 u 18 abgeschickt Vater fuhr Sonnabend nach Remmels unterrichtete die Kinder u war Sonntag in Rendsburg von Montag bis Mittwoch in Wittorf Wittorfer Feld Specktochter a d Bauernhof Ich fuhr Sonnabend nach Breklum u feierte dort am Samstag nach 19 Jahren mal Tante Marie s Geburtstag wieder mit Anna war mit ihren 4 Kindern dort von denen Matthias schon zur Schule geht Tilli kam Sonntag morgen Bernhards Frau Ellen hatte alle zum Morgenkaffee u Mittagessen eingeladen Sie hat ein kleines Töchterchen Marianne 5½ Monate alt u äu ß erst vergnüg t u munter Zum Nachmnittagskaffee u Abendbrot waren alle bei Tante Marie auch Tante Timmke mit Es war sehr nett in Breklum Bernhards Hand ist immer noch steif nach der letzten Verwundung Er muss deshalb die Schanzarbeiten bei Thorn heute Polen beaufsichtigen weil er noch nicht an die Front kann Dietrich Piening ist Soldat darf aber nicht an die Front damit er nicht evtl in engl Kriegsgefangenschaft gerät Er ist ja in Indien geboren und deswegen engl Staatsangehöriger ebenso wie Du Bei Dir hat man wohl die Entdeckung nicht gemacht Montag Mittag fuhr ich nach Hillgroven u traf Dienstag dort Gustav der noch etwas im Vaterlande hin u hergeschickt wird ehe er das richtige Plätzchen findet zu seiner 3 monatl Ausbildung als Jagdflieger Heute muss er weiter nach Stolp Ich fuhr Mittwoch zurück u traf Vater in Wrist der von Wittorf zurückkam Sonntag muss er nach Hamburg aber nur nachmittags Für Deinen l Brief vielen Dank Dass Du damals so gut dort angekommen bist hörten wir von Kathi Reimers Verlobte kurz darauf Heirat die in Neumünster an unseren Zug kam Seitdem hörten wir nichts von ihr Sie wollte in den nächsten Tagen nach Kellinghusen u von dort aus nach Quarnstedt kam aber nicht u schrieb auch nicht Liesa machte sich Sorgen um Ernst der vermutlich eingeschlossen war Belgien Flucht der Wehrmacht nach D Day über die holländischen Inseln u Ernst schreibt aus Solingen Wald 15 9 Hier bin ich nun vorerst gelandet Seit den letzten Augusttagen ohne Post ohne Nachricht von Marlies Was ist nur in Königsberg heute Russland Enklave Kaliningrad gewesen Es ist doch hart betroffen worden wie ich höre Von meiner wilden Fahrt hierher wird Marlies Euch berichtet haben Die paar Tage Ruhe brauche ich mit meinen Männern aus Gent Belgien jetzt dringend Die wunderbarste Führung hat uns gerettet Mit allen guten Wünschen auch den Jungs allen und den Töchtern u den herzlichsten Grüssen Theodor muss noch immer still liegen Liesa schreibt dass sie bei Theodors Chefarzt mal angefragt hat darauf bekam sie am

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  • Dornberg/Grossdornberg
    Grossvater war dort Gastwirt Er schickte Familienväter nach Hause wenn sie zu viel tranken oder sonst zu viel Geld ausgaben Mit dem gleichen Einsatz war er halber Architekt der vielen beim Hausbau etc half Ich habe meine Grosseltern leider nicht kennengelernt Der jetzige Besitzer kommt mir richtig verwandt vor meine Tante Amalie war eine geborene Tiemann Die älteste Schwester meiner Mutter K W und H waren von Ostpreussen aus als

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  • Reimer Hans Speck *1910 Indienmissionar
    e s Wenn ich dieses Jahr 2009 Briefe von meinem Vater im Nachlass der Eltern finde und darin über seine Missionsarbeit in meinem Geburtsjahr 1952 in Nowrangapur lese so suche ich da eine Verbindung zu meinem Vater zu seinem und meinem Indien und zu dem Anfang und auch Ausgang von Indien In diesem Letter lese ich von dem Neubeginn meines Vaters in der Mission in Indien nach dem Krieg und mein Vater beschreibt darin den Distrikt Kalahandi in einem Brief an seine Mutter meiner Großmutter mit der er sich berät und die er wie hier als Frau Missionar auf den Briefumschlägen betitelte Es ist ein Brief voller Anfragen an seine Mutter und damit an seinen früh verstorbenen Vater unseren Großvater der Missionar an der gleichen Stelle in Nowrangapur 40 Jahre früher war Nach nur kurzer anfänglicher Missionsarbeit vor dem Krieg und dann sieben Jahre langer Internierung sind meine Eltern das zweite Mal 1951 bis 1954 in der Jeypur Mission aber nun mit sechs in eine Missionarsfamilie in Indien hineingeborene Kinder Der Missionar schreibt hier im Mai während seines dreiwöchigen Missionars Jahresurlaubs und der schwersten heißen Zeit in Orissa aus den kühlen Bergen Kodaikanal wo drei meiner Brüder schon an der Kodaikanal School waren und wo ich sechs Jahre später mit fünf Geschwistern und 10 deutschen Missionarskindern in Penryn meine Boarding Zeit verbrachte Mein Vater sucht nach dem Erfolg der Missionsbotschaft im seinem zugewiesenen Missionsfeld im Distrikt Kalahandi und für sich nach einem Neuanfang der Mission unter den Ureinwohnern den Konds Mit seiner Mutter als Mentorin berät er sich Für uns schließen sich die Kreise zurück zu dem Großvater und der Großmutter in Indien Und die Missionserzählungen meines Vaters können auch als Erlebnisbericht für die Verwandten des Missionars Hinrich Speck vor 100 Jahren dienen Reimer Speck hat das Gebiet seines Onkels in Jeypore und das Terrain seines Vaters und seiner Mutter im Nowrangapur Distrikt durchwandert und erweitert und die Arbeit seiner Vormissionare weitergeführt Wir lesen hier sozusagen einen Bericht wie sie vermutlich in vielen uns noch unbekannten Vierteljahresberichten der Mission an die Missionheadquarters in der Heimat von den Missionaren geschickt wurden Außerdem ist in dem indischen Brief vom Abenteuer der Mission zu hören z B die Distrikt Reisen mit dem Ochsenbandi und mit dem Motorrad Wir ahnen den Aufbruch der Missionarsfamilie in eine neue Missions Ära unter den Konds und stoßen in einer Skizze auf unsere spätere kleine Missionsstation Laxmipur Fast hätte die Missionarsfamilie damals nach den Plänen des Vaters in Rampur weiter nördlich im wilderen Bergland eine ganz andere neue Station gründen müssen wie es hier der Vater in meinem Geburtsjahr schon erwähnt und plant Kalahandi war für mich als spätes Schlusslicht der Missionarsfamilie ein Mythos der ersten indischen Jahre des Vaters und der drei ältesten Brüder Kalahandi war das erste alte indische Missionsfeld der Familie das ich selbstverständlich kannte aber nie gesehen hatte Erst jetzt sozusagen 50 Jahre nach meinem Indien lernte ich in einer Erzählung von meinem Bruder über seine Nowrangapurer Zeiten dass Kalahandi von dem indischen Kola Handi kommt und verdeutscht der schwarze Tonkrug bedeutet Der Distrikt Kalahandi ist nach dem indischen Töpfer Volk benannt die dort den typischen schwarz rot gebrannten Handi brennen Dann gibt es noch den unbekannten Distrikt Paparahandi von den silbergrauen Handis e s Brief Abschrift 2009 e s Hervorhebung von Namen durch e s Reimer Speck an Frau Missionar Marie Speck Breklum Schleswig Holstein West Germany Kodaikanal am 19 6 1952 Liebe Mutter Du hast Recht dass ich Dich mehr an unserer Arbeit in Kalahandi Anteil nehmen lassen soll und da Onkel Bracker Dich fragte nach unserer Arbeit so mache ich den Vorschlag dass Du ihm diesen Brief einmal zuschickst Vielleicht will das Missionshaus ihn auch einmal sehen obwohl für den Direktor wohl kaum etwas Neues darin steht Ich will nun versuchen das wichtigste und interessanteste zusammenzustellen Was Dr Dunker Dir zeigte das waren nur Notizen die ich für mich selbst auf einer Reise hingeworfen hatte Weil Pastor Pörksen davon wusste und ich ja so schreibfaul bin sagte er mir ich sollte die nur schicken So sind diese Dinge nach Breklum gekommen eigentlich sollte daraus ein Vierteljahresbericht gemacht werden Ihr zu hause seid so ein wenig wie die Athener die immer gerne etwas Neues hören wollen Aber so viel Neues geschieht hier kaum Und wenn ich etwa die Geschichte von dem Sundi einem angesehenen Schullehrer aus Panabeda erzählen wollte der vor 20 Jahren schon einmal mit Missionar Leuckfeld mehrere Tage mitgereist ist der nun bei uns wieder sehr verständnisvoll zuhörte und wenn er nicht zwei Frauen hätte und seine Söhne nicht dagegen wären wohl ein ausgezeichneter Führer unserer kleinen Gemeinde in Panabeda werden könnte und auch jetzt noch sagte er würde noch Christ werden wenn ich also diese Geschichte berichten wollte dann fürchte ich dass sie ein falsches Bild von unserer Arbeit gibt Man muss eben damit warten bis er Christ ist und wenn er es nicht wird besser darüber schweigen Die Hauptschwierigkeit Dir eine klare Darstellung zu geben liegt eben darin dass die ganze Lage in Kalahandi noch ungeklärt ist Ich habe zwar nun etliche Reisen gemacht und davon berichtet Sie gleichen einander so sehr dass man sie kaum zweimal beschreiben kann Außerdem kann ich etwas endgültig Richtunggebendes daraus noch nicht schließen Alles was ich sagen kann ist nur ein Suchen und Tasten und jeder Vorschlag ist eigentlich nur eine Frage Ich will nun versuchen die Fragen in drei Gruppen zusammen zu stellen Unser Gebiet und die Reisemöglichkeiten Welche Aufnahme finden wir mit unserer Botschaft Wie sollen wir die Arbeit anfangen Unser Gebiet in Kalahandi Die Jeyporekirche Ihr müsst Euch erinnern dass ich hier nicht im Auftrag Breklums sondern der Jeyporekirche arbeite also die Jeyporekirche hat sich mit der Dänischen Ostjeyporemission und der Amerikanisch Evangelischen Unierten Mission in Kodial Kariar besprochen dass diese drei das Fürstentum Kalahandi unter sich zur Missionsarbeit teilen Der Norden fällt den Amerikanern zu Den Süden teilen wir mit den Dänen Die Amerikaner haben schon ein Grundstück in Bhavanipatna gekauft und werden in diesem Jahr wohl bauen Die Dänen werden ihren Teil von Bissemkuttack aus bearbeiten Unser Teil besteht zur Hälfte aus Ebene zur Hälfte aus Bergland Die Ebene liegt 330 Meter über dem Meeresspiegel das Bergland zwischen 800 und 1200 m Die Bevölkerung besteht zur Hauptsache aus Bhotras Gaudos Dombos Boiparies Konds und Pordschas Wie kommen wir nun nach Kalahandi Es führt von Nowrangapur aus nur eine Strasse hinein die für Bandi und Auto fahrbar ist Das ist die lange Strasse von Nowrangapur über Junagarh nach Bhavanipatna Diese Strasse bist Du Marie Speck und Missionar Siem Tiessen Speck 1907 1912 Nowrangapur damals gewiss auch gereist als Du die Königin in Bhavanipatna die Rajani besuchtest wenn Ihr nicht von Bissemkuttack aus gereist seid Onkel Bracker ist auch diese Strasse gereist von Bhavanipatna nach Nowrangapur Ich habe seinen Bericht mit Interesse gelesen Ampani ist der erste Ort in Kalahandi am Fusse der Bergkette die die Grenze bildet Junagarh liegt schon nicht mehr in unserem Gebiet Es gab weiter im Süden noch eine Strasse die der Rajah der Fürst von Joyopatna gebaut hat um seinen Kollegen in Jeypore schneller besuchen zu können Aber als wir diese Strasse im Januar versuchten zeigte sich dass sie völlig vom Regen vom Monsun zerstört ist Nur mit hundert Mann Begleitung bekamen wir den leeren Bandi Ochsenwagen hinunter Es war überhaupt kein Weg mehr nur noch eine Rinne mit großen Steinen besät Schade denn der Weg würde uns jedes Mal 40 klm Anreise sparen Und er würde uns genau in die Mitte unseres Arbeitsgebietes führen Denn dieser Weg führt geradewegs nach Joyopatna der Residenz des Fürsten der unter dem von Bhavanipatna ziemlich genau den Teil der Ebene beherrschte der unser Gebiet nun ist Etwa 25 30 klm weiter östlich liegt dann Thumal Rampur auch die Residenz eines kleinen Fürsten der ungefähr den Teil des Berglandes beherrschte den wir nun missionieren sollen Leider gibt es zwischen diesen beiden Orten keinen Bandi Weg Es gibt nur den Umweg über Bhavanipatna der mindestens 100 klm beträgt Denn zwischen diesen beiden Orten liegt ein sehr steiler Anstieg von 600 800 mtr Höhe wo nur Fusspfade hinaufführen Oben in den Bergen gibt es dann aber wieder ein sehr brauchbares Straßensystem denn der Rajah hatte seine Sache dort in Ordnung Und dieses Straßensystem hat nun Anschluss an die Strasse von Koraput nach Rayagada So ist unser Gebiet leider in zwei sehr voneinander getrennte Gebiete geteilt Dass wir mit dem Motorrad und Ochsenwagen reisen weisst Du ja Das ist eine geradezu ideale Verbindung Wir sind damit nicht an die Autostrasse gebunden Für das Motorrad reicht ein schmaler Fusspfad und der Bandi findet immer irgendwo einen Weg Im Anfang strengte mich das Motorrad Fahren auf den schmalen krummen und höckerigen Wegen sehr an aber inzwischen habe ich mich zu einem Akrobaten entwickelt der sogar das richtige Stürzen gelernt hat und nun macht es mir Freude Mitunter bleiben wir allerdings selbst mit dem Motorrad sitzen wenn der Bach oder das Reisfeld einmal tiefer waren als wir schätzten und der Vergaser unter Wasser geriet Dann muss der Motor am Wegesrand eben einmal auseinander genommen und von Wasser und Schlamm geputzt werden Das habe ich noch schnell in den letzten Ferien bei Hans Karstensen in Breklum 1935 gelernt Du weisst doch damals als ich Öl verschmiert einige Tage nach Hause kam Breklum muss allerdings von Zeit zu Zeit mal ein neues Rad stiften Aber dafür predigen wir denn auch in manchmal 8 10 Dörfern am Tag Nun will ich eine kleine Skizze von Kalahandi beifügen gelb Straßen Gebirge Gebietsgrenzen Amerikaner Bhavanipatna Dänen Rampur Nowrangapur Bissemkuttack Joyopatna Jeypore Rayagada Koraput Lakshmipur 2 Welche Aufnahme finden wir mit unserer Botschaft Die Leute sind überall sehr freundlich Unsere Jeypore Leute sagen oft die Freundlichkeit sei nicht echt Ich möchte sagen echt ist sie schon aber sie ist unverbindlich Wir wurden des öfteren zu einem Glas Tee eingeladen In einem Dorfe wurden unsere Katecheten drei Tage lang von einem bekannten Dorfältesten verpflegt Er hat sich die Predigt sehr genau angehört Später hat er sich dann sehr reserviert gezeigt Aber der Grund ist wohl nicht bei uns zu suchen Sondern leider hat eine Jeyporer Räuberbande einen tüchtigen Raubzug durchs Land gemacht in Polizei Uniform und einige reiche Leute erleichtert Darunter war auch en Verwandter dieses Ältesten Und unter den Räubern waren auch Christen aus Kamta im Nowrangapurer Bezirk Man hat ihnen den Raubzug zwar nicht nachweisen können und das Gericht musste sie frei sprechen Aber die öffentliche Meinung hält doch daran fest Das ist natürlich übel Aber ich habe nicht gespürt dass man uns das vorhält abgesehen von gelegentlichen Bemerkungen dass unsere Religion gut sei aber unsere Leute nichts taugen An Zuhörern fehlt es nie Die grösste Anzahl war in einem Dorf Temra beisammen wohl an die 600 Leute am Abend Uns allen gelang auch eine gute Predigt und die Leute hörten mäuschenstill zu zwei Stunden lang Über Tage erreichen wir natürlich bei weitem nicht so viele da sie ja meistens auf Arbeit sind Aus einigen Dörfern hatten ja die Dombo Bittschriften um Unterricht nach Nowrangapur geschickt In diesen Dörfern war der Besuch merkwürdigerweise am schlechtesten Und die Bittsteller selber waren am wenigsten da In das eine Dorf Aulabhata habe ich viermal je zwei Katecheten zum Unterricht geschickt Aber der Eifer war sehr gering und nahm ständig ab Betrunkene Dombos sprachen dann bei meinem Besuch dort aus was sie wohl in ihrem Herzen dachten Gib uns eine Schule gib uns eine Kirche gib uns einen Lehrer dann wollen wir Christen werden Einer wollte sogar die Zigaretten des Missionars rauchen Ich habe den Eindruck dass es sich hier um einen alten degenerierten Ausläufer der Dombo Bewegung von 1905 handelt wobei man wohl Christ werden wollte wenn es keine Mühe kostet und etwas dabei zu gewinnen ist Damit dürfen wir wohl keinen Anfang machen es sei denn dass hier begriffen wird dass es sich um eine Umkehr handelt Vor solchen Fragen liebe Mutter habt Ihr damals in Nowrangapur gewiss auch oft gestanden Ich denke da besonders an Burbusi wo Vater Missionar Siem Tiessen Speck 1903 1912 ja viel gewesen ist Hast du dies Dorf noch in Erinnerung Ein alter Christ dort erzählte mir dass Vater dort viel gearbeitet hätte und große Mühe mit den Leuten gehabt hätte Aber sehr viele seien Christen geworden ohne sich wirklich zu bekehren So sieht das Dorf noch heute aus Man kann solche Dörfer wohl mitschleppen aber man kann damit keinen Anfang machen So bleibt in Kalahandi noch viel zu erforschen übrig 3 Welche Wege sollen wir nun mit unserer Arbeit einschlagen Meine Hoffnung ist das Kalahandi uns eine Gelegenheit bietet einen neuen Anfang zu machen unter den Kastenleuten oder unter den sogenannten Hilltribes d h unter den Ureinwohnern Auf unserem bisherigen Missionsgebiet ist das sehr schwer weil die Kirche dort von der Bevölkerung als Dombokirche empfunden wird und unsere Christen das in der Mehrheit auch noch betonen Sie haben leider kein lebendiges Interesse dafür dass die andern Kasten auch hereinkommen Sie fürchten sogar dass sie in der Kirche dann wieder die Kastenlosen werden Die Dombos sind praktisch christianisiert Der Rest der noch übrig ist ist zum Teil der obstinate Haufen der das alte Leben nicht aufgeben will oder er wird durch die Kirche selbst hereingeholt Jahr für Jahr Da braucht der Missionar nicht mehr zu arbeiten In Kalahandi haben wir noch einmal die Gelegenheit bei den anderen Kasten anzufangen Man darf die Möglichkeit zwar nicht überschätzen denn Kalahandi ist von allen Seiten von Kirchen umgeben die fast ausschließlich Kirchen der Kastenlosen Dombos sind mit Ausnahme von den Baptisten aus Cuttack die auch viele Kastenleute in der Kirche haben Hinzukommt noch unsere kleine Kondgemeinde aus Gottiguda Darum meine ich wir sollten diesen Versuch machen Das heisst dann aber dass wir nicht von Nowrangapur aus Kalahandi missionieren dürfen denn dort hängt das ganze Gewicht einer Dombo Kirche an uns Wir sollten lieber aus Kalahandi selbst heraus missionieren Es ist außerdem eine Erfahrung dass aus der Ferne schwer zu missionieren ist Wo unsere Väter die Stationen gebaut haben da haben sich durchweg rundherum Gemeinden gebildet Freilich muss man sich die Frage stellen ob diese Erfahrungen der vergangenen 70 Jahre heute noch gelten Es gibt durchaus Ausnahmen die dagegen sprechen So die kleine Kondgemeinde um Gotiguda aber da muss man dann wieder die Gegenfrage stellen ob aus dieser Sache nicht vielleicht viel mehr geworden wäre wenn wir dort einen Missionar hätten stationieren können Die Leute in Kalahandi sagten uns öfter Ihr kommt wie der Wind und ehe wir begriffen haben was ihr eigentlich wollt so seid ihr schon wieder weg Unsere übliche Reisemethode reicht nicht mehr aus Wir müssen die Leute persönlich kennen lernen und Umgang mit ihnen haben Das geht aber sehr schwer von Nowrangapur aus denn das habe ich doch gemerkt wie man dort durch 100 Fäden festgehalten wird und welche Mühe es kostet sich dort loszumachen und wenn man los ist dann möchte man viele Dörfer besuchen und dann hat man für die einzelnen kaum noch Zeit übrig Darum gibt es zwei Lösungen Einmal der Bau einer Missionsstation mit festem Wohnsitz oder einer Hilfsstation wo der Missionar sich während der 6 Wintermonate aufhält und dann für die heisse und regnerische Zeit in sein kühleres Haus nach Nowrangapur zurückzieht Beides hat etwas für sich In Nowrangapur bleibt nach wie vor noch viel zu tun Das könnte in der Heissen und Regenzeit getan werden Ein Winterhaus wäre billiger als eine volle Station Dagegen brauchen die Vorzüge einer vollen Station nicht beschrieben werden Es ist nur ein Haken dabei Es müsste mit einer neuen Station auch irgendeine soziale Arbeit verbunden werden denn wenn wir jedes Jahr unsere Aufenthaltsgenehmigung erneuern lassen müssen dann werden wir gefragt welchen Nutzen Indien von unserm Aufenthalt hat Und bei der Regierung zählt Evangelisation nicht als ein Nutzen Aber Schule Tischlereischule und Erwachsene in Lesen und Schreiben unterrichten wird sich ja bald einstellen Die Tischlereischule ist ja die billigste Methode ein Bungalow zu bauen Darum halte ich die volle Station doch für das Richtigere obwohl wir unser schönes Nowrangapur dann bald wieder verlassen müssen Nun bleibt noch die Frage wo wir die neue Station anlegen sollen Ich halte die Gegend von Rampur auf den Bergen für die günstige Situation Denn von dort sind die christlichen Konds nicht zu weit weg Wir sind von Nowrangapur weit genug entfernt Von dort aus ist Koraput gut zu erreichen Und Koraput ist doch das Zentrum unserer Kirche Die Höhenlage ist 1000mtr Das Klima wird dort gut sein Von dort aus sind die Ebene und das Bergland zu erreichen wenn auch leider die Strasse zur Ebene hinunter fehlt Ich glaube damit habe ich nun die wichtigsten Dinge die uns bewegen genannt Eine Neue Arbeit Anfangen und eine neue Station Gründen ist ja ein Ding das heute nicht mehr oft vorkommt Vor dem Kriege wäre ich gewiss mit Begeisterung darangegangenen Nun sind wir ja schon etwas sesshafter geworden und fühlen uns in Nowrangapur wohl Es würde uns doch auch leid tun wenn wir weiter müssten Aber wenn ich an Deine Umzüge denke Mutter dann können wir ja noch gar nicht mitreden Aber auf der anderen Seite würde ich mich doch sehr freuen Ein Neuanfang ist doch immer etwas Schönes auch wenn wir im Voraus ja noch gar nicht wissen ob Segen auf der Arbeit ruhen wird oder ob wir lange Zeit hindurch dort recht einsam bleiben werden Damit will ich nun diesen Brief beschließen Die Kinder und Ille sind alle wohlauf und gehen gerne zur Schule bzw spielen oder schlafen oder müssen schlafen In treuer Verbundenheit Dein Reimer Kodaikanal 19 6 1952 e s 1961 Brief an die Witwe Luise Speck in Osterstedt zum Tode H S 1972 Aus Tageszeitung Stör Bote Kellinghusen Juni 1972 Pastor Speck berichtete aus Indien Gemeindewoche des Missionskreises Begegnungsnachmittag für ältere eröffnet Kellinghusen Hoffen auf eine bessere Welt lautet das Motto der Gemeindewoche des Missionskreises der evangelischen Kirchengemeinde Kellinghusen Im Mittelpunkt des Nachmittages stand ein Lichtbildervortrag von Missionar Pastor Speck mit dem Thema Aufbruch indischer Bergstämme zum Evangelium eine Herausforderung an uns Pastor Speck berichtete aus Indien

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  • Eline "Ille" Speck
    noch nicht fertig und die behelfsmäßige Brücke daneben ist vor 14 Tagen vom Fluß weggerissen Eine Fähre beförderte bisher die Fußgänger aber das war auch nur bis zum Tag vorher jetzt ist jeglicher Verkehr gesperrt Was nun Nachts mitten im abgelegenen Land Man sagt uns in Odya Ihr könnt ja von Kalanga mit dem Zug fahren Wie nett ist es dass wir immer noch Odya sprechen können obwohl wir nun doch schon weit weg sind von zu Hause Also auf nach Kalanga Aber besser ist es ja doch man fragt mal die Fahrer in den beiden Autos am Straßenrand Die schlafen zar schon aber man weckt sie eben auf Es sind Weiße mir Bärten katholische Priester die den Jeep gekauft haben ihn von irgendeinem Dorf abholen mussten Benzin im Kanister mitnahmen und den Jeep schließlich nicht weiterkriegten weil ja weil wahrscheinlich so meinten sie lachend in dem Kanister etwas Wasser gewesen war und der Jeep nun ja nicht laufen könnte mit solchem Gemisch von Wasser und Benzin Sie wollten schlafen und dann beim Sonnenaufgang sehen ob der Laster den Jeep nach Kalanga schleppen könnte Man redete hin und her Sie luden uns ein in Kalanga bei ihrem Bischof Westermann aus Westfalen zu übernachten das Auto stehen zu lassen und die 2 Bahnstationen bis Rourkela im Zug zurückzulegen O K hieß es wir schleppen euch jetzt nach Kalanga Habt ihr einen Strick Na denn man los Herr Mollat sitzt am Steuer und freut sich wie ein Spitzbube dass er fahren darf Es geht langsam so 5 8 Stundenkm 3 Mal reißt der Strick bis er schließlich nur noch 1 ½ m lang ist und der Scheinwerfer vom Jeep hinter uns uns mächtig auf die Pelle rückt Langsam langsam das Schalten der Gänge jedes Schlagloch gibt einen Ruck und der Strick ist wieder durch Wir müssen durch 3 kleinere Flüsse das Wasser geht kreuz und quer feldein gut dass der eine Priester sich neben den Fahrer gesetzt hat und kommandiert von da aus Alles ist eben interessant für alle Gegen Mitternacht landen wir tatsächlich aber doch noch vorm Bischofsbungalow werden im großen Essraum der Priester mit kaltem Reis und Curry Schwarzbrot Saft und kalten Kartoffelpuffern fürstlich bewirtet bei Kerzenbeleuchtung denn ihre eigne Maschine für Strom wird ab 20 h abgestellt Es ist heiß und schwül aus dem riesengroßen Eisschrank Petroleumgetrieben wie unserer gibt es eisgekühltes zwar gechlortes Wasser aber wunderbar nach all der Hitze Die Priester reden davon dass sie die Ärztin die mit 2 anderen Damen nebenan wohnt alles Deutsche wecken wollen damit ich bei ihnen übernachten kann Aber es tut ihnen wohl doch zu leid die Ärztin mitten in der Nacht rauszuholen so kommen sie mit 1 Bett angeschleppt stellen es zu den 3 anderen beim Bischof sind sie immer auf überraschende Gäste eingestellt Und sie bitten mich auch dort im Bischofshaus zu übernachten Um 4 45 h beginnen sie mit der Frühmesse und zwar auf der Veranda wo wir schlafen Also müssen wir früh hoch verabschieden uns und lassen das Auto schweren Herzens gehen zum nahen Bahnhof 3 Min und warten auf den Zug der kommen soll aber immer 3 5 Stunden Verspätung hat Oh der Teashop auf dem Bahnsteig wird gerade geöffnet Tut das aber gut süßen heißen Tee zu trinken Nach 2 ½ Stunden kommt ein Personenzug Es ist aber nicht der den wir erwarten sondern der der schon am Abend vorher durchkommen sollte Soll man einsteigen Schließlich tut man es und nach ½ Stunde geht es los So gegen 9 Uhr sind wir in Rourkela einer kleinen ganz gewöhnlichen indischen Bahnstation die jetzt aber durch das Stahlwerk Bedeutung bekommen hat Ein Taxi bringt uns nach langem Suchen schließlich in den Sektor 3 Nr 28 A zu Pastor Peusch s Haus Bei ihm haben wir uns angemeldet aber seine Antwort nicht abgewartet Alle Fensterläden sind dicht niemand zu Haus Der Mali Gärtner erzählt uns dass Familie Peusch wohl am Montag aus Kotagiri zurückkommen wird Heute ist es Sonnabend An Überraschungen fehlt es uns ja nicht Also soll der Taxidriver uns man ins Guesthouse bringen Vor dem Guesthouse Nr 5 das frei ist soll der Fahrer nun seinen Taxilohn haben Er fordert aber 10 Rs eine Unverschämtheit Herr Waack legt ihm 3 Rs hin er lässt es liegen steigt in sein Auto und fährt weg O K er wird schon zurückkommen im Laufe des Tages Er holte sich 5 Rs ab Man genießt alle Bequemlichkeiten eines solchen Guesthouses elektrische Fans eisgekühltes Wasser Aircondition in allen Zimmern so sauber und nett Dusche usw Gegen 11 Uhr spazieren wir dann los um die Lehrerin aufzusuchen denn wir sind schließlich hergekommen wegen der Schulfrage Es ist heiß und der Weg ist lang Rourkela ist eine Stadt von einem Ausmaß von ca 15 km ins Quadrat Es sind 20 Sektoren dort mit Wohnhäusern das Werk selbst liegt 1 ½ km weit weg hinter einer Hügelkette mit breiter Asphaltstraße verbunden mit dem Wohnviertel Rourkela deutsches Stahlwerk Neben dem deutschen Club mit herrlichem Schwimmbassin etc sehen wir schon die Schulkinder die gerade im Schulbus heimfahren wollen Mit der Lehrerin wird nun alles besprochen wir hören dass sie Deutsche Schule Rourkela Werk im Moment 62 Kinder hat vom 1 6 Schuljahr eine ältere Dame hilft und alles läuft jetzt seit ½ Jahr und wird bis 1961 laufen wo alle Deutschen bis auf einen Stamm von 150 200 Leuten Werksangehörige abziehen werden Viel Aussicht auf eine größere Anzahl von besteht nicht für unsere Schule geplante eigene deutsche Missionsschule in Kodaikanal höchstens etwa 5 6 Kinder die in die Oberschule gehen Bis zur 6 Klasse können sie ja hier in Rourkela bleiben Im Club essen wir Fisch und Kartoffelsalat prima aber teuer natürlich denn es sind ja alles schwerverdienende Leute da Zum Kaffee sind wir beim deutschen Arzt Dr Bergter der in Tilda war 1 Jahr Es ist interessant alles zu sehen und zu hören Sonntagvormittag zeigt Dr Bergter und das Hospital wunderbar ausgerüstet alles vom Besten Alle Zimmer airconditioned klar alles modern und neu Es ist

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  • Pohl und Bothmann
    masonry and steel girders this bridge served the trains plying between Chennai and Howrah With the increased traffic in goods and passengers a rail cum road bridge was built a quarter century ago across the downstream of the river Since this first rail bridge outlived its purpose by serving for more than 100 years train services on this bridge were suspended in 1997 with the commissioning of the third Godavari bridge Today the first Godavari bridge still stands as a monument of human endeavor and skill Godavari River e a H H BOTHMANN 12 4 1856 in SARZBÜTTEL als Sohn des Malers Christian Hinrich B und Frau Wiebke Catharina geb Claussen 1871 war er noch Knecht beim Bauern Struwe in Sarzbüttel Wahrscheinlich war es der Umgang mit u a dem 1972 zum Missionar ordinierten Nachbarn SIEM THIESSEN SPECK dem älteren und dessen Freundin später Schwägerin CHRISTINE SPECK in Sarzbüttel samt einem guten Teil Abenteuerlust der BOTHMANN den Pfadfinder der Breklumer Mission in Indien zur Mission brachte Er liebte das Tanzen und fröhliches Gelage Gottes Gnade aber fand ihn im Winter 1875 76 1881 wurde Bothmann mit Ernst Pohl ordiniert Als die beiden ersten Breklumer Missionare reisten sie über Venedig nach Indien Karte 1893 Unter unsagbaren Schwierigkeiten begannen sie in Salur die Arbeit Obwohl Bothmann gern evangelisierte mußte er wegen seiner praktischen Fähigkeiten immer wieder seine kostbare Zeit aufs Bauen in Salur Waltair Gunipur und Kotagiri verwenden 1906 1913 arbeitete er in und um Parvatipur in großem Segen Einen letzten Heimaturlaub verlebt er 1913 wie S T S Der 1 WK verhindert seine Rückkehr nach Indien wie S T S Er stirbt 1920 in Breklum S T S 1921 in S B war also zur selben Zeit in Indien wie der jüngere Siem Tiessen und Hinrich Speck aus Sarzbüttel die Söhne

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  • Briefe HS nach Sarzbüttel
    ihm nicht alle Freuden und Reichthümer der Welt gezeigt und vorgespiegelt um der alle sten in Sünde zu vertreiben aber ich bitte Dich so viel ich kann be Deinen Feinden sie standhaft Es wsird gewiss viel für dich gebetenwie werden Deine Mutter und Geschwister sich freuen und ob nicht Dein Vater für Dich gebeten und jetzt in Jubel und Jubel ausbrechen darf und thut ich weiss es nicht und getraue es mir nicht da über bestimmt etwas zu sagen erstandener so so müsste man auch ja annehmen dass wir sie dort oben könnten auch betrüben mit unseren Sünden und Ungerechtigkeiten und Ihnen so etwas abnehmen von Ihrer vollen Seeligkeit Ich werde für Dich beten so viel ich kann aber nicht allein für Dich nein allermeist für mich selbst dass der grosse Heiland und Seeligmacher möchte auch mir den rechten Weg zeigen ich fühle es und weiss es dass es so nicht nach Gottes Willen mit meinem Leben ist man kann sich gern mal gute Vorsätze vornehmen und auch ausführen da mit ist es aber ja immer noch nicht gethan Grüssend Dein Onkel H e a Berlin den 6 3 00 HS an Sarzbüttel in Arbeit I S V Sarzbüttel den 12 März 1900 Mutter Christine Speck Sarzbüttel an H S Berlin Mein innig geliebter Sohn Meine Haimath ist dort in der Höh und wir möchten so gern all unsere Lieben wissen auf dem Wege zur rechten Heimath Dort sind schon unsere Lieben viel auch Vater am Rand Vater schenkte mir einmal die 7 Wochentage in Bildern die sind mir umso werth verwahre mir den Mittwoch schön wenn du heimkehrst mit ih da tritt er wieder in Reih u Glied und ich entnehme einem Couvert aus meiner Schublade ein Bildchen u sende es Dir Du bist gleich jenem Jüngling auf dem Bilde der da winkt mit dem Tuch ja mit deinen Briefen winkts D u so manchem zu hier unten im Erdenthal u von droben kommen in Gedanken Winke Dir und mir u uns ist nicht bange in der Fremde Sodann lag auch ein Bildchen da der bethende Jesus in Gethsemane die Jahreszahl steht nicht dabei es ist von Dir damals auch wenig beachtet und betrachtet darum hat die hoffende Mutter doch immer die kleinen Bildchen wieder beschaut u meine Seufzer dazu gethan wenn sie ihren Schrank aufgepackt u nachgesehen Ich übergebe es so leicht nicht dem Feuer immer hoffend es könne noch zum Segen werden nach meinem Tode wenn ihr Kinder meine Sachen aufräumt Na Gott sei gedankt bei Dir lieber Hinrich ist es helle geworden du siehst wieder u ruhtest nicht bis du wusstest Du seiest Jesu Eigentum Das Andre sagt der Herr soll auch zufallen Du feierst Deinen Geburtstag dies Jahr zum ersten Mal als Gotteskind o lieber Sohn dein Glück ist groß genug dennoch möchte ich dich durch einen Brief zu erfreuen suchen Wir wollen hier am Mittwoch Abend ein Lied für dich singen Jesus geh voran Das ist wohl unser Geburtstagslied Und schön und nöthig Aber ertettete Seelen brechen so gern in Jubel und Dank aus nicht wahr Die Gesangchöre sind oft aber so gemischt Du weißt es wohl selbst was Du oft Dir gedacht hast dabei wenn Gläubige so recht ein Danklied und Jubellied sangen Möge dem Herrn es gefallen neue Glieder zu erretten in unserer Familie Wie oft hab ich dem Herrn gesagt Es kann nicht Friede werden bis Deine Liebe siegt bis diese Schaar der Kinder zu deinen Füßen liegt Ach dass sie alle da lägen Gestern sagte Reimer zu mir Mutter die Bibelsprüche die ich in der Schule gelernt weiß ich noch alle d h wenn andere sie anfangen Ja mein Sohn darum freue ich mich ja immer so daß die kl Brüder Sprüche lernen Ich seufzte aber du lieber Reimer möge die Zeit bald da sein daß d heil Geist sie dir ins Gedächtnis ruft Es freut mich so daß du da auch Gemeinschaft hast mit anderen Gläubigen Der Herr schenke Dir immer mehr Gaben des Geistes immer mehr Weisheit u Verstand u Ergebung in seinen Willen u erhalte Dich im rechten einigen Glauben in welcher Christenheit er mir u allen Gläubigen täglich alle Sünden reichlich vergiebt Die 3 Artikel wie schön Heinrich ist heute zum ersten mal mit dem lieben Pflug ins Land Das Holz steht zum Teil in Faden Die junge Braune bekommt bald Fohlen Die kleine Schwarze soll auch zum Hengst Die Ochsen sind unverkauft Behrends und Reimer Nindorf haben je 4 Fohlen welcher Segen Behrends auch von einer Kuh 3 lebende Kälber Nun nimm von den liebenden Geschwistern allen den besten Segenswunsch hin zum Schreiben kommen sie immer nicht so leicht In inniger Liebe Deine Mutter i s v Berlin den 20 3ten 00 Liebe Mutter Entschuldige mich dass ich solange nicht geschrieben habe ich hatte aber leider niemals Zeit Besten Dank für die beiden Pakete und die 10 M hatte noch Geld genug Habe das letzte Paket heute erhalten am 16ten auch ein Paket von Anna und am 10ten aus Arckebeck fast zuviel auf einmal Auch besten Dank für alle lieben Briefe zum Geburtstage Danke für alle Briefe der letzten Zeit und hoffe auf mehr Ich habe meinen Geburtstag herrlich verlebt und der Herr hat mir Gutes erwiesen Den Tag über Bitten und Verstehen Ihm sei Lob und Dank O dass ich Dich so spät geliebt Du hochgelobte Hoheit Du Warum bin ich nicht eher zu ihm gekommen warum habe ich nicht eher gewollt es ist doch so ernst und wie schnell kann es mit diesem Leben zu Ende und die Gnadenzeit vorbei sein Heut lebst Du heut bekehre Dich Heute so Ihr meine Stimme hören werdet verstocket eure Herzen nicht hat unser Heiland gesagt Wie mancher hat sich auf seinem Sterbebette sagen müssen ich habe nicht gewollt und kann keinen Glauben mehr finden Welche Verantwortung haben wir in gläubiger Familie wo wir das reine Wort vom Kreuze so oft hören und Jesus doch nicht zu Füssen fallen Wir wissen es und sehen es dass wir ein anderes Leben beginnen müssen unvollständig hier will immer etwas aus dem Soldatenleben mitteilen aber die 8 Seiten sind immer voll e a H S an Mutter Christine in Sarzbüttel Berlin den 8ten 4ten 00 Liebe Mutter Entschuldige daß ich recht lange nicht geschrieben habe hatte aber leider niemals recht Zeit dazu Hoffentlich geht es Euch Allen recht gut und Bruder Siem wird wohl sein Examen gut bestanden haben Bedanke mich noch sehr für seinen Brief von vorigen Sonntag welcher mich sehr gefreut hat und für alle Briefe die ich in letzter Zeit erhalten habe aus der lieben Heimat Es geht mir Gott sei dank ganz gut nur daß ich mich erkältet habe wird hoffentlich bald wieder vorüber gehen In Urlaub fahre ich wohl vor September nicht weile aber im Geiste bei Euch in dieser heiligen Zeit Eine ernste heilige Zeit ist doch die Passionszeit welche unendliche Liebe und Hingabe hat unsern Heiland getrieben für uns elenden Sünder in den Tod zu gehen Welches schweres Werk war es das Erlösungswerk Er der Sohn Gottes als Er in Gethsemane im Gebet rang wie schwer wird es Ihm gewurden sein die Sünden der Welt auf sich zu nehmen 2 Die Menschen für welche Er sterben wollte um Sie zu retten vom ewigen Verderben verfluchten Ihn und wollten nicht glauben daß Er der Messias sei sogar seine Jünger welche Er alle Tage bei sich hatte flohen von Ihm und verleugneten Ihn Wie wird ihn da der Satan verführt haben indem er Ihm seinen Leidensweg vorhielt den Jesus schon genau wußte Aber seine Liebe seine unendliche Liebe trieb ihn diesen bitteren Kelch zu trinken unendliche Liebe ist es die Ihn den heiligen Gottes Sohn getrieben hat für die sündenlebende Welt in den Tod zu gehen die reine unverfälschte Liebe ist es die am Kreuzesstamme auf Golgatha unsere Erlösung brachte Ist es nicht jetzt noch dieselbe hingebende Liebe und nicht als Liebe geht er nicht uns Menschen den verlorenen Schafen mit Liebe noch und heißt uns heimzubringen zur Herde Ach wenn doch der Sünder wüßte diese unendliche Liebe Jesu aber mit Füßen wird Er getreten gekreuziget wird die Liebe Jesu und doch läßt diese Liebe nicht nach zu lieben O wenn doch die Menschen sich mal diesen liebenden Heiland recht vor Augen stellen in der Leidenszeit und in Demut und Glauben zu Ihm aufblicken 3 und sich fragen möchten sind es auch deine Sünden die dem Heiland den blutigen Dornenkranz aufs Haupt gedrückt und Ihn ans Kreuz geschlagen ja es waren unsere blutroten Sünden die den Heiland verdammten und doch liebt er uns mit unendlicher Liebe Sollte das nicht unser Herz rühren kann da unser Herz kalt bleiben wenn wir glauben daß er auch für unsere Sünden gestorben ist O möchte da jedes Menschenherz bei dem Anblick Golgathas unter dem Kreuze zusammenbrechen und stammeln meine Sünden waren es du unser Heiland die dich gekreuzigt haben Selig ist der die Thränen der Buße hier auf dieser Erde weint denn die mit Thränen säen werden mit Freude ernten Die meisten Menschen klagen aber da mit ewiger Klage wo es zu spät ist und kein Raum mehr für die Buße ist Heute spricht der Heiland so Ihr meine Stimme höret verstocket Eure Herzen nicht Das Leben ist sehr ernst wir tragen unsere Seele in unserer Hand wer weiß ob wir morgen noch Zeit haben Buße zu thun Unser Leben steht in Gottes Hand Er kann zu jeder Minute unser Herz still stehen lassen 4 Da sollten wir nicht die Langmut Gottes lange prüfen sondern Ernst machen mit unserem Leben Wir die wir aus gläubiger Familie stammen wissen es ganz genau daß wier ein anderes Leben führen müssen und stellen deshalb die Geduld Gottes auf Mutwillen welche jeden Augenblick brechen kann Wir meinen ebenso gut zu sein als andere Menschen da steht nichts von in der Bibel Jesus sagt Es sei denn daß ein Mensch von anderen geboren werde sonst kann Er nicht in das Reich Gottes kommen Hier ist die Scheidewand die Menschen nicht umstoßen können Leben Verderben Hier kann sich jeder prüfen Bist du wiedergeboren Diese Scheidewand steht unbeweglich nur unters Kreuz durch kommt man auf der andern Seite Und das ist es was die Menschen gesund hält sich ganz Jesus zu Füßen werfen und doch ist es das herrlichste Was kann diese Welt uns bringen nach der obern Heimat steht unser Sehnen hier fühlen wir uns als Fremdlinge Samstag war Graf Bernstorff hier im Jünglingsverein Habe den 5ten 6ten und 7ten Dienst mitgemacht auf dem Tempelhofer Felde Nun Gott befohlen In treuer Liebe Hinrich i s v 1900 Brief an H S mindestens 6 wahrscheinlich 8 Seiten die erste A4 fehlt Aber ich denke immer der Herr ist Treu der uns nicht lässt versuchen über unser Vermögen sondern mache das die Versuchung so ein gewinne das wir es können ertragen dem sage ich mit Dennoch bleibe ich stets bei Dir den Du hältst mich bei meiner rechten Hand Meine Grossmutter auch schon Urgrossmutter im 92ten Lebensjahre ist des Herrn Eigentum Sie freut sich täglich auf das grosse Jubeljahr nach Ihrem Abschied dort oben im Himmel mit den Gerechten zu feiern ob ich auch wohl täglich suche und flehe meine ich immer es müsste noch besser sein Mutter sagt immer das thäte der Teufel der machte den Menschen allerlei Vorstellungen ich müsste mich an sein Wort halten In dankbarer Liebe gedenke ich Deiner oft und so gedenke Du auch meiner im Gebet zu Gott das ich auch ganz und gar sein Eigenthum sei der Kaserne haben wir uns persönlich gekannt und ich freue mich das wir uns gänzlich kennen gelernt haben Ich bitte zu entschuldigen das ich nicht eher geschrieben habe ich hatte Du solltest den Brief noch vor Manöver haben aber da kam mir immer etwas in den Weg einmal war hier das Sonntags Missionsfest und hier im Hause war mal Innere Missionsverein und dann mal Männerverein und dan kam mir des Sonntags dies und dan das in den Weg nun wird es aber Zeit sonst bekommst du den Brief nicht mehr vor am Markttage habe ich keine Zeit zu schreiben ich bin Knecht und mein Bruder ist auch zuhause und meine Schwester ein Bruder und eine Schwester sind verheiratet und ein Bruder ist bei der Intendantur in Höxter aber ich hoffe und freue mich sehr wenn Du mir bald wiederschreibst und wenn du erst im Missionshause bist schreib mir öfter Ich schreibe Dir auch wieder so Gott will und wir leben ich hatte die erste Zeit ordentlich Heimweh nach dem Soldatensein Mein Vater nahm der liebe Gott schon vor 16 Jahren zu sich in die ewige Heimath Der liebe Gott wolle geben wenn wir uns hier nicht wiedersehen das wir uns droben in der seligen Ewigkeit wiedersehn Wer hätte daran gedacht das wir noch Brüder in dem Herrn würden der liebe Heiland hat immer Mittel und Wege uns zu sich zu führen wer sich nur will führen lassen Wenn man sagen kann mir ist Erbarmung wiederfahren Erbarmung davon ich nicht dies zähl ich zu den wunderbaren Mein stolzes Herz hats nicht begehrt Viele Grüsse von Dein Dich Liebender Bruder in Christe und meiner Mutter Bitte schreib bald wieder und Breitrück Viele Grüsse Litt Lott Loth e a Hinrich der nach ihm wirtschaftete den Hof führte entschloss sich während seiner Dienstzeit bei der Garde in Berlin Missionar zu werden wie sein jüngerer Bruder Siem der in Meldorf das Gymnasium besucht hatte und schon in Breklum im Seminar war b s Brief Mutter Christine Speck an den Missionsinspektor in Breklum 11 8 1900 Lieber Herr Inspector Meinen besten Dank für ihr freundliches Schreiben Schon lange Jahre stand mein Sohn Siem mit der Frage Herr was willst Du das ich tun soll Jetzt ist ihm bestimmte Antwort gegeben Ja der Herr steht dahinter Schon vor einem Jahr machte der Herr mich willig meine Kinder in den Missionsdienst zu geben aber welchen denn Ob es wohl Siem sei den er fordere Dass zuvor noch der fern stehende ältere Bruder Hinrich beim Militair für den Dienst der Heidenmission zubereitet würde den Gedanken konnte ich damals noch nicht fassen Dass der Herr aber etwas wollte von meinen Kindern das wusste ich Was nun die Unterhaltung den Unterhalt des Jüngsten betrifft darf ich wohl die Bitte aussprechen wenn möglich mich gleich von den Kosten zu entbinden Siem beschäftigt sich jetzt mit seinem Bruder in Latein ihm fortzuhelfen Die Bibel seh ich fleissig von ihm gelesen Missionsblätter wird er gern lesen Der Gardist von Berlin schrieb soeben er würde am 17 September wohl zu Hause sein Als Weltkind zog er aus als ein Kind Gottes zurück Lobe den Herrn meine Seele Mit freundlichem Gruss Ihre im Herrn verbundene Chistine Speck Ww Witwe e a Breklum den 22 10 00 Liebe Mutter und Geschwister Herzlichen dank für die 120 M ark die ich heute bekam habe davon 133 M an Pastor Jensen zahlen müssen Habe noch 80 M nach Kann deshalb keine 75 M nach dem Missionshause bringen da ich auch noch etwas gebrauche für Bücher u s w Schreibe bitte mal wie viel ich dahin bringen soll im ganzen Herr Pastor Jensen lässt herzlich grüssen Leider haben wir ganz vergessen den Geburtstag unsers lieben Reimer Bruder Gratuliere noch nachträglich und wünsche ihm Gottes reichen Segen Möge der Herr Jesus mit uns allen sein und aus tiefer Erkenntnis unserer Sünden uns Richtigkeit geben damit seine Gnade und sein Sterben auf Golgatha uns gross und herrlich werde Es gefällt mir hier sehr gut werde jetzt schon recht bekannt Es sind hier viele liebe Brüder Mit dem geht es noch etwas schwer aber mit Gottes Hülfe wieder weiter gehen werden Donnerstag war hier Predigerwahl zur Stelle des Pastor Jensen Haben einen Herrn Pastor Hanstedt bekommen hoffentlich wieder ein guter Prediger Siem war an dem Tage hier zur Kirche Der erste Prediger war ein Gläubiger gewesen hatte aber ein allzuschlechtes Organ sonst wäre der es geworden Der zweite war ein ganz Freisinniger gewesen und der letzte der Dritte ist es dann geworden Er soll aus einer ganz christlichen Familie stammen Unser jetziger P Friedrichsen geht auch bald weg von hier also bekommen wir noch einmal eine Wahl P Friedrichsen ist ein sehr guter Prediger thut uns leid dass er weg geht von hier Möge der Herr diese Gemeinde wieder gute Diener schenken Sonntag waren wir zum heiligen Abendmahl und Gottesdienst und nachmittags musste Bruder Siem nach Strukum zur Schule für Kinder und ich wohnte hier in der Aula den Kindergottesdienst bei Sonntagabend war Bruder Siem nach dem Jünglingsverein und ist mit andern nach dem Missionshause wo wir tüchtig sangen und Bibelbesprechung hielten Hoffentlich geht es Euch allen recht wohl Es wird hier schon kalt Werdet hoffentlich gut mit der Feldbestellung fertig werden Der Herr möge Euch segnen und Eure Arbeit und unsere arbeit Herzlich grüssen Euer Hinrich und Siem welcher schon schläft e a Breklum den 10 11 00 HS nach Sarzbüttel unbearbeitet Breklum d 18 11 00 HS nach Sarzbüttel unbearbeitet 1903 teilbearbeitet Breklum d 26 April 1903 Liebe Mutter und Geschwister Ihr habt gewiss schon auf Brief gewartet von mir Auf einer Karte habe ich Euch ja schon mitgeteilt dass wir aufgenommen sind in die Mission Gebe der treue Herr dass wir treue Arbeiter werden können in seinen Weinbergen Wir können es ja werden wenn wir uns sagen lassen von ihm wenn wir uns von ihm unser trotziges Heute wurde Alfred Jensen abgeordnet in der Aula Es waren sehr viele Leute dort P Andresen aus Loit Kirkeby hielt eine sehr gute und ernste Ansprache Er sprach darüber wie viele Seelen von uns für Jesus gewonnen werden können Siem hat wohl noch nicht geschrieben aus England Er musste ja ziemlich plötzlich fort Br Hübner lernt jetzt bei J Harder in Itzehoe die Malerei er wird wohl im Herbst mit Siem hinausgehen Euer Hinrich e a teilbearbeitet Breklum d 4ten September 03 HS nach Sarzbüttel unbearbeitet Breklum d 1903 abgerissene Ecke 4x A5 HS nach Sarzbüttel unbearbeitet C Pieper 17 9 1903 Liebe Mutter Hoffentlich geht es Euch allen recht gut Siem ist wohl wieder bei Euch angelangt Noch eine kurze Zeit und die Abschiedsstunde ist für ihn da Möge der treue Jesus ihn geleiten auf allen seinen Wegen und ihm Freudigkeit und Treue geben zu seinem Berufe Welch eine Gnade ist es für Siem dass er nach Indien reisen darf um den Heiden zu verkündigen dass Gott seinen eingeborenen Sohn für ihre Sünden dahingegeben hat damit sie können mit Gott verführt werden und Erben werden in der ewigen Seligkeit Eine grössere Gnade kann es doch nicht geben als wenn ein sündiger Mensch von Gott begnadigt wird und diese Gnade jetzt anderen verkündigen darf Und welchen Trost gibt der Herr uns in seinem Worte wenn er sagt Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende und In der Welt habt ihr Angst aber fürchtet euch nicht denn ich habe die Welt überwunden Selig der Mensch der den Herrn und seinen Verheissungen glaubt Liebe Mutter ich habe noch etwas Besonderes an Dich Einen Wunsch möchte ich Dir gern mitteilen In der Zeit nach den Ferien habe ich oft daran gedacht ich könnte wohl auch etwas dran geben für die Sache der Mission Viel hat diese Frage mich bewegt Die meisten Zöglinge von uns oder doch vielleicht die Hälfte haben all ihr Geld bezahlen müssen da wollt ich doch gern etwas zu meiner Ausbildung beitragen und 2500 Mark 1 von meinem Gelde geben Wenn ich daran gedenke was der Herr an mir getan hat wie er mich herausgezogen aus dem Schlamm der Sünde so kann ich es mit Freuden dem Herrn geben und mich freuen wenn ich es dem Herrn geben darf Er hat mich willig dazu gemacht es ist eine Gnade wenn ich darf Deshalb darf ich Dich liebe Mutter wohl bitten Darf ich im Herbste nicht das Geld haben In Liebe Dein Sohn Hinrich e a teilbearbeitet 1 Umrechnungshinweise Kaufkraft laut Statistischem Bundesamt 1 Goldmark 1873 1900 9 86 Euro 1 Goldmark 1900 1912 5 17 Euro Also M 2500 ca 17 500 Euro 2010 Breklum d 13 12 03 Liebe Mutter Herzlichen Dank für Deinen lieben Brief den ich gestern erhielt Hoffentlich gehts Euch recht gut Wir erhielten vor einiger Zeit auch Brief aus Indien Er teilte uns wesentlich dasselbe mit beschrieb dann die Reise auch und den Empfang in Salur und schrieb dann von der Zurüstung nach Parvatipur Es freut mich dass es Heinrich zu gefallen scheint in seiner Stellung Von Hans habe ich auch keinen Brief gehabt weiss auch seine Adresse nicht Den Wunsch von Tante Reimers habe ich Frau Pastor Bahnsen mitgeteilt werde wohl alles mitbringen was nötig ist an Mustern Du schriebst von der Kindtaufe in Süderhastedt welche am Dienstag dem 22 12 stattfinden soll Wollt ihr mihr sic bitte nicht recht bald schreiben um wieviel Uhr am Nachmittage die Taufe stattfindet Wir haben nämlich am Dienstag noch Unterricht aber ich könnte vieleicht schon am am Mittage reisen und dann von Meldorf nach Süderhastedt gehen oder ihr könntet vielleicht mit Gelegenheit das Fahrrad nach E Wulf bekommen dass ich Rad nach Süderhastedt fahren könnte Ihr könnt mich ja über alles näher benachrichtigen Wann kommt Hans denn nach Hause Heinrich kommt wohl nicht Hoffentlich geht es Anna und den beiden Kleinen gut In der Aula war am Nachmittage Weihnachtsfeier der hiesigen Sonntagsschule Einer der nächsten Sonntage feiert der Jünglingsverein sein Fest Der Herr wolle uns allen ein gesegnetes Weihnachtsfest schenken und uns etwas erkennen lassen von seiner Gnade Mit herzlichem Gruss Euer Hinrich Gedenket meiner im Gebet ist in Sarzbüttel angefragt worden wegen der Sonntagsblätter sonst sollte es ja gern geschehen e a 1904 Breklum d 17 4 04 HS nach Sarzbüttel unbearbeitet Breklum d 20 11 04 HS nach Sarzbüttel unbearbeitet 1906 Heimat Brief des Missionszöglings Hinrich Speck aus der Vorbereitungszeit in der Londoner Missionsgesellschaft an seine Eltern Jakob und Cristine Speck auf dem Bauernhof in Sarzbüttel London d 6 Mai 06 Liebe Mutter und Geschwister Vielen dank für Deine Karte liebe Mutter Hoffentlich geht es Euch allen recht gut wie uns Gott sei Dank hier auch Es gefällt uns recht gut in London Wie so ganz anders ist es doch hier in dieser Millionenstadt als bei uns in den grossen Städten Die Stadt hat über 6 Millionen Einwohner ohne die Vorstädte und umfasst mit den Vorstädten einen ungeheuren Flächenraum Sie ist in einer Seite 12 englische Meilen lang und in der anderen Seite 15 Meilen In der Mitte in der Stadt ist der eigentliche Geschäftsteil der Stadt Hier sind lauter grosse Geschäftshäuser doch nicht Geschäftshäuser wo Waren verkauft werden obgleich es die hier auch in Mengen gibt In diesem Stadtteil sind es eigentliche Geschäftshäuser wo in einem Hause wohl Hunderte von Schüler sitzen ja das ganze Haus mit Schreibtischen aufgefüllt ist Alles ist wie beim Kaufmann und Schreiber in diesen Häusern in London In einer solchen Riesenstadt herrscht gewiss viele Finsternis wie bei uns in den grossen Städten Man merkt es am Sonntage das englische Volk ist ein anderes als unser Volk es hat Achtung vor dem Worte Gottes Wo sieht man in Hamburg und Berlin oder noch auf dem Lande die Leute zur Kirche wallen Ich habe in Berlin nicht viele gesehen Hier ist es anders Am Sonntagmorgen um 11 Uhr ist Kirchzeit Dann sieht man fast nur Kirchgänger mit Gesangbuch und Bibel in der Hand Strassenbahnen fuhren nur sehr wenige am Sonntage statt des regen Geschäftslebens ist es Stille geworden auf den Strassen Ist die Kirche ja um 12 Uhr bis 1 Uhr so sieht man wieder alle Strassen gefüllt mit vielen Kirchgängern Um 3 Uhr ist wieder Kirche Dann gehen freilich nicht so viele zur Kirche Es sind am Nachmittage sonst christliche Versammlungen Um 6½ Uhr ist wieder Kirche und dann gehen viele Leute zur Kirche so dass man es gehörig merkt auf den Strassen Ich gehe bisher meistens in der Nachtskirche engl evening church zur Kirche Hier giebt es 3 Kirchen Richtungen Die eine ist die Hochkirchliche Richtung welche nach der katholischen Richtung hin geht Besonders in ihren Ceremonien Zu ihnen gehören viele reiche Leute Auch ist hier wohl viel Liberalismus Die zweite Richtung der Kirche ist die breitkirchliche Richtung Sie steht so in der Mitte in der Kirche Die dritte Richtung ist die unter kirchliche Richtung In ihr giebt es viele gläubige Leute viele gläubige Pastoren viel Eifer in der Arbeit in der inneren Mission und viel viel Liebe zur Heidenmission Ausser dieser Staatskirche giebt es ja manche andere Kirche hier z B die Babtisten bilden eine grosse Kirche und haben eine grosse gesegnete Arbeit hier und unter den Heiden F B Mejer gehört zu dieser Kirche Er ist ja ein grosser hochsegneter Mann von grosser Statur vielleicht in ähnlicher Weise wie Stöcker in Berlin seine Arbeit Wir halten uns am meisten zu dieser unterkirchlichen Richtung in der Staatskirche Die Kirche ist reichlich 15 Minuten von unserem Hause entfernt Es sind hier 2 Prediger Der erste Prediger ist ein Junggeselle und heisst Mister Mowl sprich Maul welcher sehr gut und einfach redet Der zweite Prediger ist 17 Jahre Missionar in Indien gewesen Ich habe ihn auch ausserordentlich lieb Gleich den ersten Sonntag hörte ich ihn Obgleich ich nichts verstand weil die britonische Sprache zuerst so ganz fremd ist so verstand ich doch voll und ganz wovon sein Herz voll war und was er wollte Ich habe den Eindruck von den Predigern in London dass sie sehr einfach und volkstümlich und sehr überzeugend reden Sie scheinen es ernstliche das Wort Gottes klar die Seele zu führen und Evangelium zu predigen Durch jede Predigt bei den guten Predigern klingt es hindurch Brüder und Schwestern wir müssen arbeiten für den Herrn nochmal unsere Arbeit ins Gebet Ich glaube die englischen Christen beten viel auch besonders viel für die Mission und sie verbreiten und zeugen viel von dem Herrn Wie unendlich viel Missionsarbeit wird hier von London aus getrieben Wir machen uns gar keinen Begriff davon 7ten Mai Heute waren wir zum Jahresfest der China Mission Sie hat 850 Missionare und Missionarinnen in China welch ein grosses Werk und es wird mit grossem Erfolg gearbeitet Alles rührt sich in China und verlangt nach der Kultur des Westens Hoffentlich wird es auch das Christentum annehmen Das Fest war gross und es sprachen wohl 5 Missionare und eine Missionarsfrau die Frau von einem Sohn des Hudson Tajlor Taylor Diese Mission ist wohl noch nicht die grösste hier in London Es gibt gewiss noch einige grössere Missionen Es wird unendlich viel für die Mission getan hier Den ganzen Mai hindurch wurden wohl täglich mehrere Misssionsfeste aller möglichen christlichen Arbeiten abgehalten Vor einigen Tagen waren wir zu unserem grossen Jugendfeste der grössten britischen Bibelgesellschaft die reichlich 100 Jahre alt ist Anderntags waren wir zum Jahresfeste der Englischen Zenana Mission in Indien und China Ole Jensen ist auch schon zu anderen Missionsfesten gewesen die alle ihr Jahresfest jetzt feiern Morgen glaube ich feiert die grosse Londoner Missionsgesellschaft Ich werde wohl zu Hause bleiben da ich doch noch nicht recht gut die Sprache verstehen kann Gestern waren viele zum Jahresfeste der Armenschulen von London Es war in einem Saale der 4500 Menschen fasst und dieser Saal war gefüllt Hier haben wir etwas gesehen und gehört von menschlichem Elend und christlicher Liebe Es ist dies ein Verein der die armen Kinder in London in Schulen sammelt und sie unterrichtet und ihr Hauptziel darauf gerichtet hat die Kinder dem Heiland zuzufüheren Es giebt viele arme Kinder hier die zerlumpt einhergehen und und viel Hunger und Kälte erleiden müssen und deren Eltern zum grössten Teil nichts vom Heiland wissen oder doch wenigstens gehört von ihm haben Ich musste mir sagen diese schöne Arbeit ist doch nichts Anderes als Heidenmission treiben Vielleicht singen die Kleinen zu Hause auch vom Heiland denn Gesang scheint reichlich gepflegt zu werden in diesen schulen Nun will ich Euch die Zahl dieser kleinen armen Kinder nennen die von lieben Christen in Schulen gesammelt werden und die dem Heiland zugeführt werden sollen Die Zahl ist so gross dass ihr es kaum fassen könnt es sind nämlich 100 000 Kinder hundert tausend Kinder worunter 6000 kleine Krüppel Diese Kinder werden zum grossen Teil von freiwillligen lieben Christen und Christinnen aus allen Klassen der Stadt unterrichtet Es sind dies Kaufleute und andere Leute auch Leute die ihre freie Zeit diesen Kindern widmen Die Leute arbeiten hier nicht so lange sie haben viel freie Zeit Von diesen Lehrern die keine Provision bekommen sondern die Arbeit tun aus Liebe zum Heiland und zu den armen Kindern gibt es jetzt 4 779 in London Dies ist ein kleiner Zweig der inneren Mission in London Es wird nicht nur Heidenmission getrieben Am Sonntagnachmittag waren wir in einem Park Da sahen wir hier und da Haufen von Menschen stehen und wenn wir herantraten sahen und hörten wir es folgen ausser diesen 4 nochmals 4 Seiten Ausserdem ca 30 dichtgeschriebene Zeilen an den Rändern auf sämtlichen 8 Seiten vollgeschrieben oft überdeckend mit schon bestehendem Geschriebenem Euer Hinrich e a London d 5 Juli 06 Für das liebe junge Brautpaar Als ich diesen Morgen einen Brief aus der Heimat erhielt der nur mit einere 10 Pf Briefmarke versehen war konnte ich nicht verstehen was das wohl sein könnte Es kam mir nicht in den Sinn an Euch zu denken obwohl ich früher schon mal etwas gehört hatte Es war eine überraschende Botschaft für mich wenn auch nicht gerade eine völlig ungeahnte Ich wünsche Euch von ganzem Herzen den Segen Gottes zu Eurem Bunde Möge der Heiland das Band sein das Euch bindet und dere der euch trägt dann werdet ihr einander Gehülfen in Eurem irdischen Berufe und Gehülfen auf dem Wege zum Himmel werden könnnen Dieses ist ja Euer Herzenswunsch und kein anderer Hoffentlich seid ihr alle recht wohl in Sarzbüttel und Nindorf Ich wohne seit dem 2ten Juli in dem Hause wo Marie voriges Jahr wohnte Marie hat schon längst einen Brief von mir haben sollen aber ich bin bis jetzt noch nie soweit gekommen Es gefällt mir hier ganz gut Da ich hier mehr Englisch lernen kann als in Lorn Road Der Nordteil in dem ich früher wohnte war weit schöner als die Umgebung hier doch die Hauptsache ist ja etwas anderes Ich habe mich hier von neuem einzuleben und von neuem bekannt zu werden mit allem Gestern machte ich eine lange Wanderung im freien Lande durch Feld und Wald Zuerst fuhr ich mit der Bahn um aus dieser Riesenstadt hinauszukommen Hinauszuwandern in das wirklich freie Feld würde manche Stunden in Anspruch nehmen Ich habe mich sehr gefreut über diesen langen Spaziergang Mit herzlichem Gruss Euer Bruder Hinrich e a London den 25 Juli 06 Klar aber noch nicht in den Computer geschrieben e a e a London d 16 August 06 Liebe Mutter u Geschwister Hoffentlich geht es Euch allen recht gut wie mir dem Herrn sei Dank auch Vielen Dank für die Briefe von Mutter und Christine Mathilde und Wilhelm sind wohl jetzt in Wiesbaden denke ich Ich freue mich dass Christine die schönen Tage in Breklum hat geniessen dürfen O Breklum ist ein schöner Ort Da wird an solchen Tagen der lautere Lebensstrom geöffnet Wie habe ich unsere lieben Pastoren dort lieb und dann die alten Patriarchen vom Norden als P Tonnessen und P Jungclaussen Rasmus Jörgensen schrieb mir vorgestern er gewönne unsere kleine Breklumer Mission auch immer lieber Wie schön auch dass der besucht wird von Jahr zu Jahr und dass unsere Mission wächst zu Hause und draussen Wir wollen dem Herrn danken dafür und uns williger dem Heiland ausliefern mit allem was wir sind und haben Ich habe gestern und heute gelesen Ich bin der Weinstock und mein Vater der Weingärtner O dass wir recht ein offenes Herz für dieses kurze Wort bekommen und Winzerarbeit an unseren Herzen geschehen lassen Jesus sagt der Vater will sie tun wollen wir stille halten O Jesus wir wollen es wir wissen es ist ein Segen für uns Am Montag vor acht Tagen war hier Feiertag in London In England sind gewisse Tage wo alle Geschäfte geschlossen sind und alle Arbeit ruht und die Leute hinausströmen auf s freie Land oder in die Parks Ich war in dem grossen Hyde Park Es waren sehr viele Leute dort Auch wurde gepredigt Es gibt hier eine Church Army heisst kirchliche Armee Es ist eine Armee von Evangelisten die der Staatskirche angehören und ein grosses Werk treiben Sie predigten im Park und sangen von morgens bis 10 Uhr Abends ohne Unterbrechung Sie lösten sich immer ab Aber es waren auch die Sozialisten und Freidenker sehr tätig die sogar die grässlichsten Gotteslästerungen ausschriehen England ist aber ein freies Land aber mir scheint eine christliche Regierung braucht doch nicht gleichgültig gegen alles zu sein Am Sonntagabend war ich in einer Kirche von wo diese Armee besonders Arbeit treibt Es waren in der Kirche 2 Lichtbilderapparate tätig Eins für lebende Bilder und eins für Bilder wie wir sie in Breklum haben aber biblische Bilder Der erstere stellte Bilder aus dem Leben Es war schön Dann folgte Predigt Hanna Die Königin von Schaba rief uns über Salomos Weisheit v Herrlichkeit nicht die Hälfte hatte man mir gesagt Wie viel mehr werden wir es ausrufen wenn wir gesü suchen und finden Die Lichtbilder werden gezeigt um der Armen und zerlumpten Leute willen die oft mit Musik herbeigeholt werden Mit herzlichem Gruss Euer Hinrich e a London d 13 September 1906 Liebe Mutter Diesen Morgen erhielt ich Deinen lieben Brief wofür ich Dir danke Hoffentlich geht es Euch allen recht gut Am Montage hatte ich einen Brief von P Bahnsen Er schrieb dass ich wohl bald an meine Rückkehr denken müsse da die Kisten am 21sten Oktober von Breklum gehen müssten Ich hatte ihn in einem Brief gefragt ob er mir sagen könnte nach welcher Station ich hinkäme und wann und wo ich ordiniert werden sollte aber er hatte vergessen zu erwähnen darüber Vor einigen Tagen bat ich P Bracker um Auskunft über meine Ordination weil er wohl vom 13ten September an Inspecktor ist wie ich sicher glaube Ich hoffe jeden Tag auf Nachricht Auch habe ich ihn gebeten um die Liste von Ole Jensens Sachen Vielleicht kann ich ja einiges hier in London kaufen und von hier nach Indien senden lassen Du sagst auch von einem Harmonium Vielleicht wäre dassselbe noch besser hier zu kaufen als dort Ich war vor einigen Tagen in einer Festversammlung wo ein junges Fräulein für China abgedankt wurde Sie bekam als Geschenk von dem ein Harmonium welche zusammengeklappt werden konnte zu einem Handkoffer Mit lila Bleistift noch dazugeschrieben Dieses Harmonium kostete wohl 100 bis 120 Mark Es war vielleicht 2½ 3 fuss lang und konnte auseineándergeklappt werden so dass es ordentliches Harmonium diese Harmoniums sind von hier auch gekauft den Versammlungen Unser Schiff geht von Hamburg nach England Es könnte dann für mit diesem Schiffe gehen und so würde es mit mir und meinen anderen Sachen in Indien angelange Kannst Du mir nicht eine Karte darüber schreiben in den nächsten Tagen Ich kann dann ja sehen wie es wird Mit schwarzem Bleistift noch dazugeschrieben Siem brachte sich von England grossen Blechkoffer mit solchen hab ich auch hier Meine oder Marie zurück denke ich Du meinst vielleicht ein solches Hier in England sind diese besonders eingerichtet und gemacht für die Mission in den Tropen Die Engländer sind in dieser Beziehung wohl und weiter als wir Da sie ja ganz anders mit diesen Ländern verbunden sind als wir Ich weiss nicht genau was der Preis war Es ist wohl selten dass von einer deutschen Fabrik ein Instrument nach Indien Post geht während sie von London wohl in Massen dorthin gehen weil viele Leute allen Standes von hier in Indien sind und die Engländer Musik lieben Aber vielleicht hast Du ja schon etwas mit H Kröger abgemacht Ich könnte auch ja ein solches Ding mit in meine Kiste packen denke ich wenn ich es über Kröger kaufte meine ich Von hier müsste es natürlich direkt nach Indien gehen Ich werde so Gott will Ende nächste

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